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Neues Hundegesetz in Schleswig-Holstein ab 1.1.2016

Anpassung an die aktuelle Lebenswirklichkeit
- so Stefan Studt, Innenminister von Schleswig-Holstein -

In der Bundesrepublik ist die Regelung des Umgangs mit Hunden Ländersache. Ein Hund, der in NRW per Definition nach dem Landeshundegesetz (§ 3 Abs.2) aufgrund seiner Rasse als gefährlich gilt, wird im Nachbarland Niedersachsen eben aufgrund dieser Definition ebenfalls als gefährlich eingestuft. Und das, obwohl das Niedersächsische Hundegesetz eine Einstufung als gefährlich nach der Rasse nicht kennt, sondern erst nach Vorfällen die Gefährlichkeit geprüft wird. Die Zahl der Bundesländer, die keine Gefährlichkeit per Definition nach Rasse vornehmen ist verschwindend klein.

Das sind:
- Schleswig-Holstein,
- Niedersachsen,
- Sachsen-Anhalt, und
- Sachsen.

Alle übrigen 10 Bundesländer sowie die Stadtstaaten Bremen und Hamburg nennen Rassen direkt als gefährlich. Besonders die Freie und Hansestadt Hamburg tut sich durch die größte Aufzählung  der aufgrund ihrer Abkunft als gefährlich eingestuften Rassen hervor.

Dafür an dieser Stelle ein lautes Pfui !

Jetzt wagt das Land Schleswig-Holstein einen Vorstoß indem es sein Hundegesetz zum 1.1.2016 ändert. Die Rasseliste wird abgeschafft, im Gesetzestitel fehlt das Wort Gefahr, denn es heißt künftig nicht mehr "Gefahrhundgesetz". Hunde werden dort ab dem 1.1.2016 erst dann als gefährlich bzw. gefährdend eingestuft, wenn sie auffällig geworden sind. Die bisher als gefährlich vorgenommenen Einstufungen sind von den Behörden ab dem 1.1.2016 aufzuheben, es sei denn die Hunde waren schon auffällig.

Im Gegenzug müssen alle Hunde künftig gekennzeichnet (geschipt) werden, und sollen künftig haftpflichtversichert sein. Nur in Härtefällen entfällt die Versicherungspflicht. Sie entfällt niemals für als gefährlich eingestufte Hunde. Weiterhin müssen die Halter von als gefährlich eingestuften (also auffällig gewordenen) Hunden einen Nachweis durch eine theoretische und praktische Sachkundeprüfung erbringen. Der VDH-Hundeführerschein wäre da zum Beispiel eine geeignete Maßnahme. Unsere Meinung dazu.  >>hier<<

Ein absolutes Novum ist die Einführung einer sogenannten Amnestie-Regelung und die Gewährung einer Zweiten Chance. Und genau dafür ist das kleine Bundesland im Norden wirklich zu loben. Wer einen aktuell als gefährlich eingestuften Hund besitzt, kann seinen Hund von fachkundigen Spezialisten erneut beurteilen lassen. Nach positiver Bewertung können die Ordnungsbehörden die Gefährlichkeitseinstufung zurücknehmen.

Mit der zweiten Chance ist gemeint, dass die Behörde auf Antrag feststellen kann dass die Geährlicheit eines Hundes nicht mehr vorliegt. Voraussetzung ist ein bestandener Wesenstest sowie die Einschätzung eines Tierarztes dass von dem betreffenden Hund kein weiteres gefährliches Verhalten mehr zu befürchten ist. Ein solcher Antrag kann allerdings frühestens 2 Jahre nach Feststellung der Gefährlichkeit und ein Jahr nach bestandenem Wesenstest gestellt werden.

Für diese Maßnahme, ein Gesetz der Lebenswirklichkeit richtig anzupassen, gebührt dem Ministerium und dem Landtag unseres kleinen Bundeslandes im Norden Achtung und Anerkennung. 

Die Quelle zum Nachlesen hier:
http://www.schleswig-holstein.de/DE/Landesregierung/IV/_startseite/Artikel/150618_Hundegesetz.html

Eines haben die Väter des Gesetzes allerdings nicht berücksichtigt: Nämlich die Qualifikaiton der Inhaber eines Sachkundenachweises für den Hundesport, der vom DVG/VDH erworben wird. So wirkt das neue Gesetz lediglich fördernd für Tierärzte sowie Inhaber des Nachweises im Sinne § 11 TierSchG.

   

Kurse + Übungszeiten  

Sobald die Mindestteilnehmerzahl von 5 Teilnehmern erreicht ist, führen wir in den Bereichen der Basisausbildung sowie in den angegebenen Sportar- ten Kurse durch, die jeweils 4 Monate dauern. Sprechen Sie uns an. Die Rufnummern der Übungsleiter finden Sie im Menü "Kontakt".


 

   
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